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Dieser Bereich mit seinen kleinen, abgestuften Beeten wird für die Sammlung endemischer Arten oder für andere Arten genutzt, die besondere Bodenbedingungen benötigen.
Calamintha rouyana ist eine einheimische Unterart der Bergminze, die auf Mallorca in der Serra de Tramuntana auf einer Höhe zwischen 900 und 1400 m in Felsspalten und –rissen gedeiht und nur an vereinzelten und ganz begrenzten Stellen zu finden ist. Sie gehört, wie alle Minzarten, zur Familie der Lamiaceae, der Lippenblütler. Diese Pflanze ist vom Aussterben bedroht und von der World Conservation Union (IUCN) als VU (verwundbar) klassifiziert.
Innerhalb der Familie der Lippenblütler finden wir auf den Balearen in derselben taxonomischen Gruppe, der Gruppe Serphyllum (Feldthymian), drei verschiedene Arten von Thymian. Sie alle sind vom Aussterben bedroht. Zwei leben in der Serra de Tramuntana von Mallorca: Für eine Art, den endemischen Thymus herba-barona subsp. Bivalens, der von der IUCN als „kritisch bedroht" („CR") klassifiziert ist, hat der Botanische Garten von Sóller besondere Schutzmaßnahmen eingeleitet, die andere Art, Thymus richardii subsp. Richardii, die von der IUCN ebenfalls als „verwundbar" eingestuft wurde, hat ein eigentümliches Verbreitungsgebiet, da sie auch auf dem Balkan zu finden ist. Die dritte Gruppe, Thymus richardii subsp. Ebusitanus, ist im Nordwesten von Ibiza beheimatet, ebenfalls vom Aussterben bedroht und daher von der IUCN als „verwundbar" klassifiziert.
Einige der kleinen Beete enthalten Erde aus Menorca mit einem besonderen pH-Wert, die die Züchtung von Pflanzen von dieser Insel ermöglicht, die besondere Bedingungen benötigen. Die geologische Geschichte der Balearen zeigt, dass nur im Norden von Menorca, wie am Cap Favaritx, Kreideboden-Formationen aus dem Paläozoikum zu finden sind, während fast der ganze Rest aus Felsen und Kreide besteht. Im gesamten Nordstreifen finden wir Pflanzenarten, die in kieselsäurehaltiger Erde wachsen und an anderen Orten des Archipels kaum überleben können, wie zum Beispiel die Kretische Zistrose (Cistus creticus), die auf Mallorca oder Ibiza nicht vorkommt, die Besenheide (Erica scoparia subsp. Scoparia), ein Heidekraut, das behaarter ist als das, das in den Bergen Mallorcas wächst, und die kalkfliehende Teline (Teline linifolia) aus der Familie der Schmetterlingsblütler mit hübschen gelben Blüten, die an Ginster erinnert.
Ebenfalls nur auf Menorca ist der menorquinische Seidelbast (Daphne rodriguezii) zu finden. Es handelt sich um einen niedrigen Strauch mit kleinen, lederartigen Blättern und cremefarbenen Blüten mit einem ganz eigenen Geruch, der an Chlor erinnert. Seine fleischigen roten Früchte dienen sehr wahrscheinlich Vögeln und Eidechsen als Nahrung. Diese endemische Pflanze lebt geschützt zwischen Sträuchern im Küstenbereich und normalerweise auf Böden, die eher sauer als basisch sind. Es handelt sich um eine mikroarenale Pflanze, die von der IUCN als verwundbar eingestuft wurde und dank des Projekts LIFE 2000NAT/E/7355 zur Bewahrung von Gebieten mit bedrohter Flora auf Menorca unter Schutz steht.
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