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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden bei der Errichtung des Jugendstilgebäudes dieses Guthofes (des heutigen Wissenschaftsmuseums) mehrere Bäume gepflanzt, von denen zwei in diesem Beet zu finden sind; sie bestehen bis heute als Symbol für das ehemalige Gut von Ca’n Prohom fort.
Der größere von beiden ist die Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora), eine Spezies, die ursprünglich im Südosten der Vereinigten Staaten beheimatet war. Das Exemplar im Botanischen Garten gehört zur Spezies ‘Galissonnière’. Sie ist kältebeständiger, und die Unterseite ihrer Blätter ist rostfarben. Ihren Namen verdankt sie einem französischen Admiral aus der Zeit Ludwigs XV., der im Jahre 1756 die Engländer aus Menorca vertrieb
Die Kreppmyrte (Lagerstroemia indica) stammt aus China und blüht im Sommer. Charakteristisch für diesen Baum ist sein Stamm. Wenn die Rinde reift und sich ablöst, kommt ein helleres, glatteres Rindengewebe zum Vorschein; ihm verdankt der Baum seinen chinesischen Namen, der übersetzt bedeutet: Baum, auf den die Affen nicht klettern können.
Die vier Steineichen in diesem Beet sind ein kleines Beispiel für die möglichen mallorquinischen Phänotypen der Spezies (Quercus ilex), die gemeinsam mit der bereits vorhandenen Steinlinde, dem Krapp, der Stechwinde, der Besenheide, dem Balearen-Alpenveilchen, dem Weißdorn, den Veilchen usw. mit der Zeit ein Beispiel für die typische Flora unserer Steineichenwälder abgeben werden.
Der Balearische Buchsbaum (Buxus balearica) findet sich nur auf Mallorca und Cabrera, allerdings in ganz unterschiedlichen Lebensräumen. Auf Cabrera wächst er auf Höhe des Meeresspiegels (Cala Emboixar), auf Mallorca nur im Gebirge. Die Art geht zurück, da ihr Holz für Schreinerarbeiten verwendet wird. Der Balearische Buchsbaum bildete vor Tausenden von Jahren die Nahrungsgrundlage der ausgestorbenen Balearengämse (Myotragus balearicus). In diesem Beet befinden sich zwei Buchsbaumanpflanzungen mit unterschiedlich geformten Blättern.
Wie der Buchsbaum ist die Eibe (Taxus baccata) auf Mallorca ein Relikt und findet sich heutzutage nur in den höchsten Bergregionen der Serra de Tramuntana. Alle Teile dieser Spezies mit Ausnahme des Fruchtfleischs sind giftig.
Im Feuchtbereich, der unter Nutzung der ursprünglichen Bewässerungsgräben des Gutes entstand, sind die Arten angesiedelt, die in Feuchtgebieten wachsen oder ständig fließendes Wasser benötigen, wie zum Beispiel das Gefärbte Laichkraut (Potamogeton coloratus). Zwei typische endemische Arten seien besonders hervorgehoben: Apium bermejoi ist ein immergrünes Doldengewächs, das nur auf Menorca in der Nähe des Meeres und auf Kieselböden wächst; Naufraga balearica ist endemisch für das Tyrrhenische Meer (Mallorca und Korsika), gilt aber auf Korsika als ausgestorben und schien jahrelang auf Mallorca bedroht zu sein; in letzter Zeit wurden allerdings im Nordosten der Serra de Tramuntana weitere Populationen entdeckt.
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